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E. Disk Utilities
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Für 129,-- DM erhält man ein Programmpaket mit vier Utilities, die ein Power User auf seinem Serie 5 nicht missen will, so will es zumindest der Hersteller Atelier. Ob diese Utilities wirklich so notwendig sind, erfahren Sie in diesem Testbericht.

Zuerst einmal enthält das Paket, wie bereits erwähnt, vier Utilities. Leider sind diese aber nicht unter einer Oberfläche vereint, sondern werden wie eigene Programme auf Ihren 5er installiert. Das bedeutet wer schon ein paar andere Programme gekauft hat oder ein wahrer Freund von Free-/Shareware Produkten ist, dem wird es schnell zu viel. Zu viele Icons in der Extrasleiste, aber dafür gibt es ja auch wieder Utilities. Der Vorteil ist aber, daß Sie das eine oder andere Utility auch wieder löschen können um Speicherplatz zu sparen, ohne die anderen für Sie nützlichen Utilities auch zu verlieren.

 

CheckDisk

Je umfangreicher und komplizierter ein Produkt wird, desto mehr Fehler können sich auch einschleichen. Das liegt leider in der Natur der Sache. Und weil der Serie 5 nunmal ein komplexeres Betriebssystem hat, als der Serie 3, scheint es nun wichtig zu sein diese Fehler auch wieder ausbügeln zu können.
Um es kurz zu machen, CheckDisk überprüft die internen Laufwerke eines Epoc32-Computers auf Fehler in der Verzeichnisstruktur und FAT. Es berichtigt wenn nötig die Dateigröße und überprüft das System auf verloren gegangene Cluster. Es ist also ein Tool, wie man es von Windows kennt wenn man ein Laufwerk anwählt und die rechte Maustaste drückt. Über den letzten Reiter gelangt man zu drei Programmen, die auch diese Funktionen übernehmen.

Da auch ich mich als Power User betrachte und bis gestern keinerlei Probleme mit meinem Gerät hatte, habe ich den nutzen dieses Programms langsam aber sicher in Frage gestellt. Wie gesagt bis gestern. Denn wie aus heiterem Himmel führte mein 5er plötzlich einen Soft-Reset durch als ich ein Programm beenden wollte und danach war meine CompactFlash-Karte unbrauchbar. Die Serie 5 stellte richtig fest, 'beschädigt'. Da ich diese Phänomen schon ein paar mal hatte, wenn die Batterien nicht mehr genügend Saft hatten, dachte ich mir nicht viel dabei und ging wie gewohnt vor, obwohl mich der Reset schon ein bißchen aus dem Konzept gebracht hatte, denn den hatte ich bis jetzt noch nie. OK, ich also das Netzteil geholt, die Karte aus dem Gerät genommen und wieder vorsichtig eingelegt. Dann den 5er wieder eingeschaltet und ... die Karte war leider immer noch nicht verwendbar. Nun dacht ich mir schon, daß es was schwerwiegenderes sein mußte, nur leider lag mein Backup schon ein paar Tage zurück und allein schon wegen den Emails wäre es fatal gewesen, wenn ich nicht mehr an meine Daten rann kämme. Ich startet also CheckDisk in der Hoffnung das könnte das Problem beheben. Und wirklich nach ein paar Sekunden stellte das Programm bereits fest, das die FAT beschädigt sei. Meine schlimmsten Befürchtungen hatten sich also bewahrheitet und ich war diesem Tool hoffnungslos ausgeliefert, denn wenn es meine Daten nicht wieder herstellen könnte.... Nunja ich verdrängte diesen Gedanken ganz schnell wieder und drückte die Entertaste um das Programm diesen Fehler richten zu lassen. Nur leider frage das Programm jetzt jeden Cluster einzeln ab, so schien es mir zumindest, und nach ca. 100mal auf die Enter-Taste drücken wurde es mir zu bunt, denn eine Funktion 'alle reparieren' gibt es nicht. Doch auch diese Situation hab ich gemeistert: mit einer Ersatzbatterie, die ich so geschickt auf die Tastatur legte, daß sie die Entertaste blockierte und somit jeder Dialog über einen Enter-Befehl beendet wurde und die Stelle repariert wurde. Der ganze Vorgang dauerte bei meiner 24MB Karte über eine Stunde. Nun mußte das Programm noch einmal seine Check-Phase durchlaufen und dann war es fertig. Ich beendete das Programm und wechselte im System auf meine CF-Karte. Doch hier zeichnete sich ein neues Problem ab, denn das Programm konnte nicht alle Verzeichnisse wiederherstellen und speichert dann die geretteten Daten in einzelnen Verzeichnissen. Das war wohl zuviel für den Kleinen und er wollte nicht mehr. Aber via PsiWin und PC konnte man die Daten noch abrufen und es schienen auch alle Daten vorhanden zu sein, nur halt mit einem falschen Verzeichnisnamen, doch das hatte ich gerade noch im Kopf und konnte so alles wieder richtig einrichten. Bis auf ein paar Dateien, die zum Glück nicht so wichtig waren, konnte CheckDisk alle Daten wiederherstellen und meine nächsten Wochen waren also gerettet und ich mußte sie nicht mit der Eingabe von meinen Daten füllen. Ein Hoch auf diese Programm.

 

Optimierer

Das nächste Tool in der Sammlung heißt 'Optimierer' und stellt sich als ein Defragmentierungsprogramm heraus. Mit einem solchen Programm können Datei, die zerstückelt gespeichert werden, wieder zusammengesetzt werden und somit die Zugriffszeit auf Festplatten erhöht werden, da nicht immer alle zu den Dateien gehörenden Daten auf der gesamten Festplatte zusammengesucht werden müssen. Durchaus ein nützliches Tool für den PC, aber für den Psion? Man sollte doch meinen das man aus einem Chip egal an welcher Stelle gleich schnell auslesen kann, da es sich ja nicht um eine mechanische Festplatte handelt. Daher dürfte auch kein Geschwindigkeitszuwachs zu erwarten sein. Dennoch probierte ich auch dieses Programm aus. Und ich muß sagen, objektiv gesehen hatte ich doch tatsächlich das Gefühl mein Serie 5 sein nun schneller, zwar nicht viel aber doch ein bißchen. Wer weiß, vielleicht braucht man so etwas also doch.

 

SmartFormat

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was beim Formatieren Ihrer Festplatte oder auch einer CompactFlash-Karte passiert? Nun, die Megabytes werden in sogenannte Cluster eingeteilt, die je nach Größe des Datenträgers auch unterschiedlich groß sind, da es nur eine bestimmte Anzahl dieser Cluster geben kann. Wenn Sie nun eine Datei speichern, wird diese in einen solchen Cluster abgelegt und für die nächste Datei wird wieder ein neues Cluster genommen, obwohl in dem alten vielleicht noch ein wenig Platz gewesen wäre. Das heißt gerade beim Psion mit seinen kleinen Dateigrößen kann man bei einer großen Clustergröße viel wertvollen Speicherplatz verschenken. Meine 24MB CF-Karte hat der Psion mit einer Clustergröße von 2KB formatiert. Das heißt jede Datei belegt auf jeden Fall 2KB bzw. ein vielfaches davon. Mit SmartFormat konnte ich diese Größe auf 0,5KB senken. Resultat: Nach dem erneuten Aufspielen meiner Daten, die ich natürlich vorher auf dem PC gesichert hatte, hatte ich plötzlich über ein MB mehr frei. (Vorher war die Karte fast voll.)
Stellt sich jetzt nur noch die Frage, wie oft man dieses Tool benötigt. Wahrscheinlich nur ein Mal im Leben einer CompactFlash-Karte, denn man muß die Karte ja nicht mehr formatieren um den Speicherplatz von gelöschten Daten wieder zur Verfügung zu haben, wie es bei Flash SSDs bei der Serie 3 der Fall ist.

 

DiskEditor

Das letzte Tool heißt 'DiskEditor'. Mit ihm kann man direkt in den Speicher eingreifen. Es ist im Prinzip ein Dateimanager für sehr erfahrene Programmierer mit Assembler Erfahrungen. Was ein solches Programm in diesem Paket zu suchen hat ist mir ehrlich gesagt ein wenig schleierhaft, denn hier kann der unerfahrene Benutzer mehr kaputt machen als vielleicht am System zu reparieren, zumal auch das Handbuch hier keine großen Geheimnisse verrät. Dies ist übrigens auch sonst recht knapp bemessen und erklärt nur das nötigste. Daher mein Tip: Löschen Sie dieses Utility wieder, nachdem sie mal eine kurzen und vorsichtigen Blick hineingeworfen haben. Damit kann man wirklich nur mehr falsch machen als richtig.

 

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Stand: 05. Mai 2000