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CeBIT 1999
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Vom 18. bis zum 24. März richteten sich alle Augen der Computer Experten, Freaks und Benutzer nach Hannover. Schließlich fand hier die weltgrößte Computermesse statt. Alles was Rang und Namen aus der Branche hatte war dort und im Allgemeinen gilt halt 'Dabei sein ist alles'! Auch von den Psion Benutzer und Anhängern waren die Erwartungen groß, dachte man doch den neuen PSION Serie 5mx zu sehen, wie es unter anderem auch auf unserer Homepage angekündigt worden war. Sorry an dieser Stelle, daß es keinen PSION Serie 5mx zu sehen gab. Aber auch so war die CeBIT mit die Interessanteste für alle Psion Benutzer seit langem, denn so viele Neuheiten und Zukunftschancen wie diesmal wurden bis jetzt noch nie gezeigt.

 

PSION goes Java

Dies war das Motto bei Psion. Man gab die Portierung von Java nach Epoc bekannt und feierte dies ausgiebig mit einem tollen Standfest am Freitag Abend. Auf dem Stand von Psion Industrial gab es dann sogar schon die ersten drei Geräte mit Java fähigem Epoc Betriebssystem zu sehen. Eigentlich nur hinter Glas, aber die netten Leute hatten dann doch gleich auch noch zwei weitere Geräte zum Anfassen da (einen bei Psion Industrial in Halle 19 und einen am Hauptstand in Halle 13)

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PSIONs Designstudien zur CeBIT (Jedi vorne & Quantum links hinten)

Das gezeigte Subnotebook ähnliche Gerät mit dem Codenamen 'Jedi' arbeitete mit einem 140MHz StrongARM Prozessor und bekam 24MB Arbeitsspeicher zur Seite gestellt. Wenn die Serienproduktion Ende des Jahres angelaufen ist, rechnet man bei Psion damit die Geräte dann bereits mit 200MHz Prozessor ausstatten zu können. Des weiteren sollen auch 32MB RAM drin sein. Die gezeigten Geräte verfügten über einen CompactFlash II und einen PC-Card Slot ebenfalls für Karten vom Typ I & II. Der CF-Steckplatz soll sich zum Beispiel für die neue Festplatte von IBM eignen. Weiter war ein Modem eingebaut und über die Dockingstation erhält der Benutzer auch Zugang zum Firmennetzwerk. Die ROM Versionsnummer war übrigens 1.05!

Leider sieht Psion bis jetzt noch keinen Markt für dieses Gerät im Konsumerbereich und wird die Geräte auch vorerst nur für die Industrie produzieren. Hauptzielgruppen sind Versicherungen, Banken und alle Branchen, die über einen Außendienst verfügen, so Herr Kaluza. Herr Stadler meinte außerdem, daß sich die Autoindustrie sehr für die Java-fähigen Geräte interessiert habe und man hier anscheinend über eine Verwendung in Autos nachdenke. Hier entsteht ganz klar ein Kampf um das bessere System, denn Microsoft bietet schon seit längerem eine Version von Windows CE für die sogenannten Auto-PCs an.

 

Serie 5 geklont?

Auf dem Stand von Ericsson konnte man sich die ersten MC218 anschauen. Dieses Gerät ist baugleich mit der Serie 5 von Psion. Die Frage ist nur welche Version der Serie 5, den der MC218 verfügt über mehr Arbeitsspeicher (16MB) und mehr ROM-Speicher (18MB). Im Vergleich zu dem 6MB großem ROM der Serie 5 ist dies ein deutliches Zeichen für eine neuere Version. Auch der Prozessor scheint ausgetauscht worden zu sein: Eine 172KB große Agenda-Datei braucht auf der Serie 5 27 Sekunden zum Öffnen. Auf dem MC218 geht das ganze schon in 6 Sekunden. Leider hat Ericsson die Versionsnummer und auch alle anderen Informationen über das Gerät gesperrt. Hier kann man also nur vermuten.

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Der neue Ericsson MC218 mit dem Epoc Betriebssystem

Das Gerät wird unter OEM von Psion hergestellt. Durch die zusätzlichen Vertriebskanälen von Ericsson, wird sich dieser Communicator (sei es jetzt Serie 5 oder MC218) noch einfacher und schneller verbreiten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, daß der MC218 das Epoc Betriebssystem verwendet. Der erste Handheld Computer von Ericsson wurde von HP hergestellt und arbeitete noch mit Windows CE. Dies ist ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung, wie wir meinen und der als Besonderheit von der CeBIT mitgenommen werden sollte. Hoffentlich springen in Zukunft noch mehr Firmen vom Geisterzug WinCE ab und steigen auf die Zukunft mit Epoc um!

In der Software hat sich auch einiges getan. Ericsson liefert mit dem MC218 gleich die neue Message Suite in der Version 2.0 im ROM mit. Diese Version ermöglicht nun auch das Erstellen von SMS-Nachrichten und das Einrichten von benutzerspezifischen Verzeichnissen zum Speichern der eingegangenen Emails. Der integrierte Web-Browser unterstützt darüber hinaus auch endlich Frames. Um beim Surfen im Internet über das Handy nicht vom Millionär zum Bettelstab zu kommen, spendierte Ericsson seinem Gerät auch noch einen weiteren Web-Browser, der das sogenannte WAP (Wireless Application Protocol) Protokoll verwendet. Dabei handelt es sich um speziell aufbereitete und komprimierte Webpages, so daß ein normales Handy mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von nur 9600 Baud mit einem LAN mithalten kann. Neu sind noch die Applikationen 'Jotter' (Notizblock) und 'Contacts' (Kontaktdatenbank), sowie ein paar erweiterte Funktionen in den bekannten Programmen, wie Sortiermöglichkeit in der Tabellenkalkulation, Outline-Ansicht in der Textverarbeitung 'Word' und eine Busyview in der Agenda.  Mit weiteren Applikationen wie 'My Phone' und 'Postcard', auf die hier nicht näher eingegangen wird, ist der Ericsson MC218 ganz klar auf die Kommunikation mit dem Handy ausgelegt.

Das Gerät soll im Juni/Juli in den Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch auf den Markt kommen. Wir hoffen dann oder besser noch früher einen umfangreichen Testbericht auf unsere Homepage stellen zu können. Diese finden Sie dann in der Rubrik 'Epoc Geräte'.

 

Der kleine Bruder der Serie 5?!

Ebenfalls noch in diesem Jahr wird der Osaris von Oregon Scientific auf den Markt kommen. Man rechnet hier mit Ende Mai, wahrscheinlich sogar erst Juni. Bis dahin soll die Tastatur, die in den ersten Prototypen, die auf der CeBIT gezeigt wurden, noch etwas hakt, auch vollständig funktionieren. Hierfür ist die Serie 5 ganz klar Modell gestanden. Da der Osaris die gleiche Tastatur hat, aber nicht den ausgeklügelten Schiebemechanismus übernommen hat, ist das Gerät insgesamt größer. Da aber der Display mit einer Auflösung von 320x200 Pixeln kleiner ist und auch der angestrebte Preis von ca. 800,-- DM ein wenig geringer ausfällt, kann man den Osaris sicherlich als den kleinen Bruder bezeichnen.

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Der Osaris von Oregon Scientific arbeitet ebenfalls mit Epoc

Die genauen Maße sind wie folgt: 170x91x22 mm. Mit 304g ist er zwar auch kein Fliegengewicht, aber dennoch für den täglichen Einsatz bestens geeignet. Interessant ist, daß der Osaris sich auch mit einer neueren ROM Versionsnummer schmückt. Hier war sie nicht versteckt, so daß man deutlich die 1.02 sehen konnte. Integriert ist die zusätzlich Applikation 'Jotter' die kurze Notizen wie auf einem Notizblock zuläßt. Ebenfalls neu gegenüber der Serie 5 ist die Outline-Ansicht in Word, die jetzt endlich auch unter Epoc wieder dafür sorgt, daß man in großen Dokumenten nicht den Überblick verliert.

 

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Stand: 05. Mai 2000